Über uns

Wir, der Stamm Tenkterer aus Solingen Löhdorf, sind Teil der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg).
Unser Stamm wurde 1969 gegründet.
Zur Zeit sind wir der größte Pfadfinder Stamm in Solingen, mit zwei Wölflingsgruppen, zwei Jungpfadfindergruppen, einer Pfadfindergruppe und einer Roverrunde.

Unser Name

Die Tenkterer

Die Tenkterer überragten den üblichen Kriegsruhm durch ihre vorzüglich geschulte Reiterei, und ebenso großes Ansehen wie das Fußvolk der Chatten genießt die Reitertruppe der Tenkterer. So führten es die Vorfahren ein und halten es auch die Nachkommen; hierin besteht das Spiel der Kinder, hierin der Wetteifer der Jugend und die ständige Übung der Alten. Wie das Gesinde, der Wohnsitz und alle Rechte der Nachfolge vererben sich auch die Pferde; ein Sohn empfängt sie, doch nicht, wie alles andere, der Erstgeborene, sondern der jeweils Streitbarste und Tapferste.

Die Geschichte der Tenkterer im gallischen Krieg


Rom hatte sich seit dem 7. Jh. v. Chr. durch ständige Gebietserweiterungen zu einem Weltreich entwickelt. Zur Gewinnung der nordöstlichen Gebiete bis zum Rhein hatte der Feldherr und Staatsmann Gaius Julius Caesar erheblich beigetragen, der 58 v. Chr. als römischer Konsul für fünf Jahre das Kommando über die Provinzen Illyricum, Gallia Cislpina, und Gallia Narbonensis erhalten hatte.

Ein willkommener Anlaß für die Ausdehnung der römischen Macht waren im Jahre 56 v. Chr. die Überfälle der germanischen Usipeter und Tenkterer auf das linksrheinische Gebiet. Sie erlangten jedoch in der Nähe von Koblenz eine schwere Niederlage gegen die überlegenen römischen Truppen. Die Überlebenden der Usipeter und Tenkterer flüchteten zurück über den Rhein und wurden von den Sugambrern aufgenommen. Im Jahre 17/16 v. Chr. brachten die germanischen Stämme dem römischen Stadthalter der gallischen Provinzen Lollius eine schwere Niederlage bei worauf sich Kaiser Augustus veranlasst sah, seine Legionen in dieser Region von 5 auf 8 zu erhöhen.

Als 12 v. Chr. erneut die Stämme der Sugambrer, der Usipeter und der Tenkterer in Gallien eingebrochen waren, begann Drusus, der Stiefsohn Kaisers Agustus mit einer großen Offensive gegen die germanischen Stämme.

Im Verlauf der Drususfeldzüge (12-9 v. Chr.), die nach dessen Tod 9 v. Chr. von seinem Bruder und späterem Kaiser Tiberius zu einem vorläufigen Abschluß (8/7 v. Chr.) kamen, wurden die stärkeren germanischen Stämme zwischen Rhein und Elbe, etwa der Sugambrer, Usipeter, Tenkterer, Cherusker, Chauken, Chatten und Markomannen unterworfen oder zumindest durch erzwungene Verträge in die Abhängigkeit Roms gebracht.

Im Jahre 7 n. Chr. übernahm Publisu Quintilius Varus den Oberbefehl über die Truppen am Niederrhein. Varus versuchte nun offenbar, sich durch das Schwert und die Einführung des römischen Rechts die Einwohner der neuen Provinz gefügig zu machen. Er stieß dabei jedoch auf heftigen Widerstand, und es kam zu einem für die Römer verhängnisvollen Aufstand. An der Spitze dieser Erhebung stand Arminius ein Adliger aus dem Stamm der Cherusker. Im Spätherbst des Jahres 9 zwang ein vorgetäuschter Aufstand eines entfernten germanischen Stammes Varus, mit samt seinen 30.000 Bewaffneten ihr Lager zu verlasen und durch den Teuteburger Wald zu ziehen, wo die Römer von den Aufständigen angegriffen wurden. Hier hatten die Germanen alle Vorteile auf ihrer Seite und sie schlugen die Römer vernichtend. Kaiser Augustus soll nach dieser für die Römer so unrühmlichen Schlacht im Teuteburger Wald gerufen haben „Quintilius Varus, gib mir meine Legionen wieder“.